Sportliche Vita

1982
Stefan Schlegel hat im Alter von sechs Jahren mit dem Vereinssport begonnen. Auf Wunsch seines Vaters begann er mit Handball, da er ideale Voraussetzungen mitbrachte: Er konnte beidarmig werfen und hatte auffallend helle Haare. Das prädestinierte ihn für die Position des „Rechts-Aussen“.
Leider hatte der damalige Verein keine gleichaltrige Kindermannschaft und so musste Stefan mit deutlich älteren Kindern zusammen spielen. Sein „Altersnachteil“ sorgte dafür, dass er nie bei den offiziellen Spielen mitspielen durfte und nur trainierte. Das aber wurde auf Dauer langweilig, weil Stefan einfach der direkte Vergleich fehlte.
So kam es wie es kommen musste: Stefan hörte mit Handball auf und wechselte zum Fußball. Dieser Sportart blieb er über ein Jahrzehnt treu bis zum 18. Lebensjahr. Sein Zukunftsplanung stand fest: “Ich will mit Fußball mein Geld verdienen.“ Die Voraussetzungen waren nicht unbedingt schlecht, da Stefan bereits in der Jungend immer wieder in der Auswahl spielte und durchschnittlich 4-5 Mal die Woche trainierte. Jedoch änderte sich Stefans Plan schlagartig, als er die Stadt wechselte und damit auch den Verein. Hier kam er mit der Mentalität der Mitspieler überhaupt nicht zurecht und hörte von einem auf den anderen Tag mit dem Fußball auf.

1995
Stefan versuchte sich nun mit Krafttraining und ging für die nächsten Jahre regelmäßig ins Fitness-Studio und trainierte höchst intensiv. Jedoch fehlten die wirklich motivierenden Erfolge und die ganz tiefe intrinsische Motivation und Leidenschaft.

2000
„Was jetzt?“, fragte sich Stefan und überlegte, was er in den letzten Jahren beim Fußball so geliebt hatte. „Es waren die Strafrunden und das viele Rennen während des Spiels. Ich habe es geliebt, 90 Minuten das Feld hoch und runter zu laufen.“ Nach dieser Erkenntnis beschloss Stefan, diese Leidenschaft zu fördern und meldete sich zu seinem ersten Marathon an. Diesen lief er bereits drei Monate später in einer beachtlichen Zeit von 3:16 Stunden in Monaco. In den kommenden fünf Jahren lief er jährlich zwei Marathons – immer außerhalb von Deutschland, um es mit einem Kurzurlaub in den schönsten Metropolen Europas zu verbinden.

2004
Bereits in der aktiven Läuferzeit faszinierte Stefan der Triathlon. „Der Triathlet ist für mich der ultimative Ausdauersportler. Man muss drei komplett verschieden Sportarten beherrschen. Das finde ich Wahnsinn“, so der begeisterte Ausdauersportler. „Wenn ich meinen ersten Marathon unter drei Stunden lauf, werde ich einen Ironman absolvieren“, sagte er sich. 2004 war es dann so weit: Der Ironman Frankfurt sollte sein erster Langdistanz-Triathlon sein. Leider beendete er diesen auf Grund von schweren Magenproblemen nicht wie geplant. „Ich wollte beim Marathon das Feld von hinten aufräumen, aber bei Laufkilometer drei musste ich stoppen. Ich war jedoch nicht bereit, das Rennen zu beenden, so bin ich die letzten 39 Kilometer ins Ziel gegangen. Mein Kopf war nicht bereit aufzugeben.“ Diese Erfahrung motivierte den Leistungssportler so sehr, dass er für die kommenden Jahre seine Freizeit und Leidenschaft ganz dem Triathlon widmete und bis einschließlich 2010 regelmäßig bei nationalen und internationalen Triathlon-Veranstaltungen mit Erfolg teilnahm. Immer wieder auftretende Schmerzen in der Achillessehne bremsten Stefan immer wieder im Training und Wettkampf aus, so dass er sich gezwungen sah, den Lauf- bzw. Triathlonsport zu beenden. Dieses tat er mit der erfolgreichen Teilnahme bei der Ironman-Weltmeisterschaft 2010 auf Hawaii.

2011
„Laufen ging wegen der Achillessehne nicht mehr, Schwimmen fand ich nie so geil, also habe ich mich aufs Radfahren konzentriert.“ Diese Gedanken waren der Beginn seiner bisher erfolgreichen sportlichen Laufbahn. „Ich schaute auf meine Löffelliste, einer Liste mit Dingen, die ich erleben möchte, bevor ich den Löffel abgebe. Dort stand neben verschiedenen Dinge wie den Jakobsweg zu gehen, die Polarlichter in Skandinavien live zu erleben auch das Race Across America. Nach der Ironman-WM auf Hawaii war ich körperlich extrem fit und so beschloss ich, das RAAM zu fahren.“ Hierfür musste sich Stefan jedoch erst qualifizieren. Bereits sechs Monate nach dem Entschluss das Race Across America zu fahren, stand er bei einem 24-Stunden-Radrennen am Start – sein erstes Radrennen überhaupt. An diesem Tag musste er in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 27 Stundenkilometern fahren, um sich offiziell für zwei Jahre für das Race Across America zu qualifizieren. Dieses schaffte er auf Anhieb, obwohl er zum ersten Mal in seinem Leben länger als 10 Stunden auf dem Rad saß.

2012
Ein Jahr nach dem ersten Radrennen, dem 24-Stunden-Qualifikations-Rennen von 2011, stand Stefan an der Startlinie des längsten Radrennens der Welt und auch des härtesten Ausdauerrennens der Welt – dem Race Across America. Ein fast 5.000 Kilometer langes Non-Stop-Rad-Rennen von der Westküste bis an die Ostküste der USA. Er schaffte es auf Anhieb als Rookie unter die TOP 10.

2014
Beflügelt von den Erfahrungen und den eigenen Möglichkeiten beendete er zum zweiten Mal das Race Across America. Trotz eines fast tödlichen Radsturzes zu Beginn des Rennens finishte Stefan auf dem 5. Platz. Nun hat sich Stefan den Respekt der Ultraszene erarbeitet. Er wurde von vielen Menschen für diese Leistung als Vorbild für Mut, Leidenschaft und einem unerschütterlichen Willen angesehen.

2015
…das Aufbaujahr für Stefans dritte geplante Teilnahme beim Race Across America 2016.

2016
Das Race Across America findet im Juni statt. „In diesem Jahr will ich meine Platzierung noch einmal signifikant verbessern – ich will aufs Podium!“

Race Countdown (14.06.16)

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